Konfi-Camp Salzburg-Tirol: Das Konzept

Konfi-Camp Salzburg-Tirol: Das Konzept

Konfi-Camp Salzburg-Tirol: Das Konzept

# Evangelisches Leben

Konfi-Camp Salzburg-Tirol: Das Konzept

Idee

Das Konfi-Camp ist ein gemeinsames Angebot evangelischer Pfarrgemeinden in der Superintendenz Salzburg-Tirol. Jugendliche verbringen mehrere Tage gemeinsam auf Burg Finstergrün. Das Camp verbindet Konfi-Arbeit, Freizeit und evangelische Jugendarbeit.

Im Mittelpunkt steht keine zusätzliche Unterrichtswoche. Entscheidend ist die Verbindung aus thematischen Einheiten, gemeinsamer Freizeit, Gruppenarbeit, Gottesdiensten und persönlicher Begegnung. Die Jugendlichen sollen Kirche nicht nur aus der eigenen Pfarrgemeinde kennen, sondern als größere Gemeinschaft erleben.

Warum ein gemeinsames Camp?

Viele evangelische Konfi-Gruppen in Salzburg und Tirol sind klein und über ein großes Gebiet verteilt. Ein gemeinsames Camp schafft Möglichkeiten, die eine einzelne Pfarrgemeinde nur schwer anbieten kann. Jugendliche treffen Gleichaltrige aus anderen Orten, lernen neue Gruppen kennen und erleben eine größere evangelische Gemeinschaft.

Gleichzeitig bleibt die eigene Konfi-Gruppe bestehen. Vertraute Bezugspersonen begleiten die Jugendlichen durch die Woche. Das Camp ergänzt die Arbeit vor Ort, ersetzt sie aber nicht.

Für die Gemeinden entsteht zudem ein praktischer Vorteil: Programm, Material, Mitarbeitende und organisatorische Aufgaben können gemeinsam getragen werden.

Ort: Burg Finstergrün

Burg Finstergrün in Ramingstein ist seit vielen Jahren ein Ort evangelischer Kinder- und Jugendarbeit. Die Burg bietet Platz für größere Gruppen, mehrere Gemeinschafts- und Arbeitsräume, Außenflächen und Vollverpflegung.

Der Ort eignet sich besonders für das Camp, weil Programm, Freizeit und gemeinsames Leben an einem Ort stattfinden können. Zugleich schafft die Burg einen klaren Abstand zum Schulalltag und zur üblichen Konfi-Stunde.

Inhalte und Programm

Das Programm verbindet klassische Konfi-Themen mit Freizeit und Gruppenangeboten. Inhaltlich geht es zum Beispiel um Bibel, Jesus, Taufe, Vertrauen, Freiheit, Freundschaft, Tod und Hoffnung oder die Frage, was es bedeutet, evangelisch zu sein.

Diese Themen werden nicht ausschließlich in klassischen Unterrichtseinheiten behandelt. Workshops, Gespräche, Spiele, kreative Formate und Aktionen wechseln sich ab. Dazu kommen Sport, Ausflüge, Abendprogramme und genügend freie Zeit.

Kurze Andachten, Musik und Gottesdienste gehören ebenfalls zur Woche. Religiöse Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Fragen, Zweifel und unterschiedliche Positionen haben ihren Platz.

Mitarbeit durch Jugendliche

Konfirmierte Jugendliche und junge Erwachsene können als Teamer am Camp mitarbeiten. Sie übernehmen klar definierte Aufgaben bei Spielen, Workshops, Kleingruppen oder Abendprogrammen.

Dadurch begegnen die Konfirmand jungen Menschen, die selbst erst vor wenigen Jahren in derselben Situation waren. Für ehemalige Konfirmand entsteht zugleich eine konkrete Möglichkeit, nach der Konfirmation weiter in der Gemeinde oder Jugendarbeit mitzuarbeiten.

Die Verantwortung für Aufsicht, Leitung und Schutz bleibt bei den zuständigen Erwachsenen.

Sicherheit und Organisation

Ein Camp mit minderjährigen Jugendlichen braucht klare Strukturen. Deshalb arbeiten die beteiligten Gemeinden mit gemeinsamen Standards für Aufsicht, Betreuung, Schutzkonzept, medizinische Informationen, Notfälle, Nachtbereitschaft und Datenschutz.

Eltern erhalten vor dem Camp alle wesentlichen Informationen zu Anreise, Unterkunft, Programm, Kosten, Erreichbarkeit und Betreuung. Jede teilnehmende Pfarrgemeinde stellt zudem verlässliche Ansprechpersonen für ihre Jugendlichen.

Zusammenarbeit der Pfarrgemeinden

Das Camp ist als gemeinsames Projekt mehrerer Pfarrgemeinden gedacht. Aufgaben werden verteilt, Programmteile gemeinsam vorbereitet und vorhandene Kompetenzen genutzt.

Eine Gemeinde kann zum Beispiel einen Workshop verantworten, eine andere das Abendprogramm, eine weitere einen Gottesdienst oder ein Freizeitangebot. Dadurch muss nicht jede Pfarrgemeinde ein vollständiges Camp selbst organisieren.

Gerade kleinere Gemeinden profitieren von dieser Struktur, weil sie ihren Jugendlichen ein größeres Angebot ermöglichen können, ohne sämtliche Ressourcen allein bereitstellen zu müssen.

Ziel

Das Konfi-Camp soll ein gemeinsamer Fixpunkt der Konfi-Arbeit in Salzburg und Tirol werden. Es ergänzt die Vorbereitung in den Pfarrgemeinden und stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden.

Die Grundidee bleibt dabei überschaubar: Die Konfi-Arbeit bleibt vor Ort verankert. Für einige Tage wird sie gemeinsam größer.

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