Iran: Protest, Repression, Informationssperre – und warum Hoffnung zählt

Iran: Protest, Repression, Informationssperre – und warum Hoffnung zählt

Iran: Protest, Repression, Informationssperre – und warum Hoffnung zählt

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Iran: Protest, Repression, Informationssperre – und warum Hoffnung zählt

Seit Ende Dezember 2025 kommt es im Iran zu landesweiten Protesten, die sich zunächst an der wirtschaftlichen Lage entzündeten und sich vielerorts zu offenen Forderungen nach politischem Wandel ausgeweitet haben. Berichte sprechen von einem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte, zahlreichen Festnahmen und einer massiven Einschränkung von Kommunikation nach außen. Weil der Zugang zu Internet und Nachrichten stark begrenzt ist, bleiben viele Angaben schwer unabhängig zu überprüfen. Während internationale Stellen von »Hunderten« Toten sprechen, nennen Aktivist:innen deutlich höhere Zahlen; zugleich wird von Tausenden Festnahmen und der Drohung mit besonders harten Strafen berichtet.

Auffällig ist, wie sehr die Informationslage selbst zum Teil der Krise wird: Beobachter beschreiben einen weitreichenden Internet- und Kommunikations-Blackout, der Austausch, Dokumentation und Kontakt zu Angehörigen erschwert. Für viele Menschen in Europa, die Familie im Iran haben, bedeutet das zusätzliche Belastung: Man möchte helfen, kann aber kaum erreichen, hört wenig Verlässliches und lebt zwischen Sorge und Ungewissheit.

Als Kirche und als Glaubende sprechen wir hier nicht parteipolitisch, sondern grundlegend: Wo Menschenwürde verletzt wird und Angst regiert, braucht es eine Kraft, die nicht vom jeweiligen System abhängt. Die Hoffnung auf Gottes Gegenwart kann Mut geben – nicht als billiger Trost, sondern als Widerstandskraft: dass neues Leben schon hier möglich ist, dass Menschen nicht auf das Jetzt reduziert sind, und dass Unrecht nicht das letzte Wort behält. Jede Macht, jedes Regime, jede Herrschaft steht am Ende unter Gottes Gericht – wir vertrauen darauf, dass Gott Unrecht nicht übersieht und Verantwortliche zur Rechenschaft zieht.

Unsere besondere Wertschätzung gilt den Menschen, die im Iran trotz Gefahr protestieren, und ebenso jenen, die in Europa leben und gerade an ihre Angehörigen denken, ohne erreichbar zu sein. An ihr Durchhalten, ihre Sorgen und ihre Solidarität denken wir ganz besonders.

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